Rennradtourenbericht 2011
In der Zeit vom Freitag, dem 17.06., – Dienstag, dem 21.06.2011, starteten wir unsere diesjährige Rennradtour in Geesthacht mit einer Anfahrt nach Bad Schandau/OT Ostrau.
Kilometerstand bei der Abfahrt: 122929
Teilnehmer: Norbert Greve, Benno Häring, Andreas Hahn, Andreas Kegel, Andreas Mansfeldt, Karsten Neumann, Thorsten Schulz und Gastfahrer Heinz-Werner Joost.
Begleitet wurden die Fahrer mit drei PKW durch Peter Ahrens, Ralf Struß und Fritz Struß.
Von dem Team war Uwe Roßa entschuldigt und wegen Krankheit musste Frank Michel kurzfristig absagen. Für Uwe wurde als Gastfahrer Heinzi mit ins Team genommen.
Freitag, der 17.06.2011 (Wetter: sonnig und warm)
Der Start wurde auf den Freitag verlegt, da dadurch ein Urlaubstag eingespart werden konnte, doch die Zeit war für die Anreise knapp bemessen. Nach dem Eintreffen der Tourteilnehmer im Holunderweg und Verstauen des Gepäcks und der Räder auf und in zwei Fahrzeugen starteten wir um 12.20 Uhr. Mit 5 Personen saßen wir im Fahrzeug von Andreas Mansfeldt und 4 Personen im Fahrzeug von Norbert Greve. Benno Häring hatte noch die Aufgabe Thorsten Schulz vom Hamburger Hbf. abzuholen. Alles klappte und wir fuhren über die A 24 in Richtung Berlin. Hinter der Ausfahrt Berlin-Marzahn, an der Raststätte „Seeberg“, machten wir um 15.20 Uhr Pause. Nach weiteren 15 Min. waren wir komplett, denn Benno und Thorsten hatten uns eingeholt. Geschmierte Brötchen wurden verteilt. Und am Schluss war von 12 Brötchen (wir waren aber nur 11) für Benno und Thorsten, die ja etwas später eintrafen, nur noch eins übrig. Daran kann ich feststellen, dass sie geschmeckt haben. Gemeinsam setzten wir dann um 15.45 Uhr die Fahrt fort, nachdem Andreas Hahn zu Benno und Thorsten ins Auto gestiegen war.
Um 18.40 Uhr, nach 534 Km, kamen wir in Bad Schandau/ OT Ostrau nach einer ca. 6 Km langen Bergauffahrt auf dem Ostrauer Plateau an. Von der Inhaberin der Ferienwohnungsanlagen, Ostrauer Hof, Dorfstraße 1, Frau Manuela Marx, wurden wir freundlichst begrüßt. Nach Verteilung der Zimmer machten wir uns auf den Weg zur Gaststätte „Turmeck“. Hier hatte man auf Veranlassung von Frau Marx Tische zum Essen zusammengestellt. Im Anschluss Besprechung in der Unterkunft zum 1. Tourenabschnitt am folgenden Tag. Danach gegen 22.00 Uhr Bettruhe.
Anmerkung: Es war uns wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht möglich, die Schönheit dieses Gebietes zu erkunden. Aber von einzelnen Teilnehmern war doch zu hören, dass diese Reise hierher nicht die Letzte war.
Sonnabend, der 18.11.2011
In der vergangenen Nacht hatte es geregnet. Die Straßen waren um 07.00 Uhr noch nass.
Frühstück war für 07.45 Uhr angesagt. Ein ehemaliger Kuhstall diente als Frühstücksraum, doch das konnte man wirklich nicht mehr erkennen. Das Frühstück war super und für alles andere, Unterbringung und Betreuung, finde ich auch keine anderen passenden Aussagen.
Um 08.50 Uhr war es dann soweit. Die Rennmaschinen waren hergerichtet und die Helme aufgesetzt. Auf nasser Fahrbahn ging es zunächst bergab nach Bad Schandau und weiter rechts der Elbe entlang nach Rathen, wo eine Fährüberfahrt anstand. Hier muss ich nach Einsicht von Bildmaterial der Radler eingestehen, dass der Vorschlag RECHTS der Elbe nach Rathen zu fahren nicht gut war, denn auf ca. 1 – 1,5 Km Länge ging die Fahrt über Wiesen, kleinen Pfaden, durch Brennnessel und Öffnen und Schließen von Weidengattern. Also nichts für Rennräder, dieser Abschnitt des Elberadweges. Während Ralf die Radfahrer in Rathen erwartete, kauften Peter und ich die ersten Lebensmittel und Getränke in Bad Schandau ein. Für die Radler ging es dann links der Elbe weiter über Pirna nach Dresden. Dann rechts der Elbe über Meißen, Belgern nach Torgau. Diese Strecke ist für Rennräder nicht geeignet, denn der stark befahrenen Elberadweg macht eine flotte Fahrt unmöglich, zumal auch noch viele Fußgänger in den Ballungszentren unterwegs sind.
Aber auch Ausflügler, wie z.B. die Frauengruppe auf dem „Vielfachrad“ machen sich einen Spaß daraus, unsere Männer zu „belästigen“. Andi Hahn weiß mehr.
Mit den Begleitfahrzeugen konnten wir nicht folgen. Um Dresden wurden wir mit dem Navi herumgeführt und dann gab es keine Elbquerung mehr für Fahrzeuge bis Meißen. So fuhren wir über die Elbbrücke in Meißen und auf der anderen rechten Seite der Elbe den Radlern entgegen, damit sie eine Pause machen konnten. Einen Platz fanden wir direkt auf einer Wiese am Elberadweg in Sörnewitz. Während ich mein Fahrzeug über die Wiese zu dem Rastplatz fuhr, blieben die PKW von Peter und Ralf an der ca. 300 m entfernten Straße stehen. Kurz nach 14.00 Uhr trafen die Radler bei uns ein. Den Tisch hatten wir gedeckt. Der Wind war teilweise böig, aber das hatten die Radler auch gemerkt, denn sie hatten ihn von vorne. Nach der Pause setzten die Radler die Fahrt fort. Wir packten die Sachen ein und plötzlich sagte Ralf: „Wo ist mein Autoschlüssel?“ Der war bei Norbert, denn er hatte sich vorher von seinem PKW ein anderes Trikot geholt und Ralf den Schlüssel nicht wieder zurück gegeben. Gut, dass es Handys gibt. So konnte ich den Schlüssel nach einer Verfolgungsfahrt kurz vor Meißen von Andi Hahn an der Landstraße wieder übernehmen.
Wir fuhren weiter, nachdem sich Benno zu Peter ins Auto begeben hatte. Norbert unterbrach auch seine Fahrt nach etwa 10 weiteren Kilometern. Der restliche Trupp fuhr weiter, nachdem sie uns mitgeteilt hatten, dass Norbert ausgestiegen sei. Eine genaue Ortsangabe über seinen Standort hatten wir nicht. Peter und Benno machten sich auf die Suche nach Norbert und fanden ihn dann auch, nachdem sie auch eine weitere Streckenroute abgefahren waren. Eine Verständigung mit ihm war nicht möglich, denn sein Akku vom Handy war leer, weil er es vorher als GPS benutzt hatte. Doch der Aufmerksamkeit von Benno und Peter entging nichts. Sie fanden Norbert liegend im frischen Gras beim Radiohören. Norberts Rad wurde verladen und zu Dritt setzten sie die Fahrt bis zu einem Zusammentreffen mit Ralf und mir fort. Danach steigt Norbert zu mir und Benno zu Peter ins Fahrzeug und wir fahren nach Torgau. Ein kurzer Einkauf bei Aldi musste von Norbert und mir noch erledigt werden und danach suchten wir das „Sachsenhotel“.
Diese Suche erwies sich als beschwerlich, denn das Hotel liegt in einer Sackgasse in einem Kleingartengelände. Die Straße, Süptitzer Weg, ist durch eine Bahnlinie getrennt, so dass die Bahnstrecke umfahren werden muss. Unser Navi machte nicht mehr mit, Norberts Handy reagierte auch nicht richtig, aber nach einigen Telefonaten mit den Radlern, die waren in der Zwischenzeit schon am Hotel Süptitzer Weg 250, in Torgau, eingetroffen, erreichten auch wir unser Ziel. Nur Ralf mit seinem PKW hatte die gleichen Schwierigkeiten. Ich konnte ihn entgegen fahren und am markanten Punkt bei MC Donalds aufnehmen.
Die Radfahrer hatten an diesem Tag 162 Km auf der Uhr.
Der Tacho meines PKW zeigte für diesen Tag 195 Km.
Die Ankunftszeit lag bei 17.30 Uhr. Diese erste Etappe war für die Begleitfahrzeuge nicht optimal, denn durch die getrennten Wege war eine Unterstützung bei der Streckenführung nicht möglich.
Nach dem Zimmerbezug hatte man im Hotel für uns gedeckt. Bauernfrühstück (für einige von uns obligatorisch) und andere Köstlichkeiten wurden serviert. Vom Haus gab es gratis ein „Radler“ für Radler. Auch dieses Hotel hat uns sehr gut gefallen. Der Preis und die Leistung machten einen guten Eindruck auf uns und es ist zu empfehlen. Bettruhe: 22..00 Uhr.
Sonntag, der 19.06.2011
In der Nacht hatte es vereinzelt wieder geregnet. Nach einem guten ausgiebigen Frühstück starteten wir um 08.50 Uhr bei sonnigem Wetter. Es herrschte leichter Wind und die Temperaturen waren nicht üppig. Mit der Navi-Führung brachten wir die Radler wieder über die Elbe, wo sie dann rechtsseitig weiter in Richtung der Lutherstadt Wittenberg fuhren.
Nach ca. 15 Km, wir begleiteten die Radler und waren in der Ortschaft Großtreben – Anbau vorausgefahren, erkannten wir in der Ortschaft in einer scharfen Rechtskurve Glassplitter, die sich über die halbe Fahrbahn verteilten. Diese Gefahrenstelle musste den Fahrern umgehend gemeldet werden. Der Abstand zu uns war nicht sehr groß, aber es gelang mir, zu wenden und sie unmittelbar vor der scharfen Rechtskurve zu warnen. Uns allen war klar, dass sie bei der gefahrenen Geschwindigkeit höchstwahrscheinlich in die Glassplitter gefahren wären. Glück gehabt! Um 11.10 Uhr, kurz hinter Mühlenhagen, gibt es den ersten Platzregen von etwa 3 Min. Dauer. Danach alles wieder in Ordnung, nur die Kleidung der Radler etwas durchnässt. Die nächste Pause um 11.45 Uhr, kurz hinter Wittenberg bei 72 Radkilometer. Nach 30 Min. und teilweisem Kleidungswechsel wird die Fahrt fortgesetzt. Um 13.30 Uhr ist die Fahrt an diesem Tag für Norbert zu Ende. Er sucht den „Besenwagen“ und findet ihn bei Ralf.
In Bad Belzig, an einer Tankstelle, kurzfristig eine technische Pause. Danach waren einige, besonders aber Karsten, wesentlich erleichtert. Einen kleinen Regenguss warten wir hier noch ab und dann geht die Fahrt bei Trockenheit weiter. Über die B 102 mit gutem Radweg geht es weiter Richtung Brandenburg. Um 15.20 Uhr der nächste kurze Schauer. Wir machen hier, in Höhe Pernitz, wegen schlechter Straßenverhältnisse einen kurzen Umweg. In Krahne, um 15.35 Uhr, eine weitere kurze Pause und die Radkilometer belaufen sich hier auf 146 Km. Die weitere Fahrt wird dann ab 16.30 Uhr mit leichtem Dauerregen hingenommen. Ein Verweilen ist nicht mehr möglich, denn die nächste Unterkunft ist noch einige Kilometer entfernt. Und alles muss bei 13 ° Außentemperatur hingenommen werden. Ich selbst treffe in Rathenow um 17.45 Uhr ein. Baustellen über Baustellen. Straßen sind aufgerissen und Umleitungen ausgeschildert. Doch das Hotel, Märkische Bierstuben, in der Gr.Milower Str.49, zu finden, war auch für die Radfahrer nicht einfach. Um 18.10 Uhr kamen auch die Radler nach 192 Km hier an. Sie hatten an diesem Tag einen 25er Schnitt gefahren.
Eine großartige Leistung!
Fahrzeugkilometer: 215. Der Parkplatz für das Hotel verdient nur „Schlaglochpiste“ genannt zu werden. Direkt am Hotel ist die Straße aufgerissen. Der Hof des Hotels ist klein. Die Räder konnten nicht abschließbar untergestellt werden, obwohl mir dieses vorher am Telefon zugesichert wurde. Doch die Radler wollten ihre Rennmaschinen nicht an diesem Ort unbeaufsichtigt lassen. Also nahmen sie die Räder kurzerhand mit auf ihre Zimmer. Peter hatte noch das “Glück“ mit einem Ez, (Besenkammer) welches direkt ebenerdig am Hof lag. Spät abends waren noch Handwerker dort am werkeln und sie mussten sich noch Peters Unmut anhören. Dann lief unter seinem Zimmer auch noch ein Aggregat, welches sich in ½-stündigen Abständen immer wieder meldete. Für alles andere gab es aber keine weiteren Beanstandungen. Abendessen und Frühstück war OK. Bettruhe: 21.30 Uhr.
Montag, den 20.06.2011
Die Nacht war beendet, das Frühstück eingenommen und um 08.30 Uhr erfolgte der Start bei trockenem Wetter, aber etwas kühlen Temperaturen. Wir lotsten die Radler aus Rathenow und die Fahrt führte ein Stück an der Havel entlang in Richtung Neustadt/Dosse. In Rhinow musste für die Radler eine kurze Zwangspause eingelegt werden, da Karsten eine Schraube von seinem „Klick“-Schuh verloren hatte. In dem Ort gab es die Möglichkeit zur Reparatur. In Groß Derschau verlassen wir die B 102 und fahren auf einer Nebenstrecke nach Kyritz über Zenrnitz. Von Kyritz aus verlief die Tour weiter in Richtung Wittstock entlang einer Seenlandschaft. In Lellichow, am Ende des Borker See´s, an einem geschlossenen Imbiss, machten wir die erste Pause. Der angrenzende Wald kam uns Allen dabei gelegen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir ca. 12 Km vor Wittstock, um 11.30 Uhr. Die Pause wurde nach 35 Min. beendet und weiter ging es zum Müritzsee. Um 14.00 Uhr kam der gesamte Trupp in Röbel nach 113 Km an. Die Radler suchten sich einen Platz in einem Eis-Cafe am See und wir folgten mit den Fahrzeugen dorthin. Das Eis, der Kuchen und der Kaffee schmeckten, aber die Bedienung war unfreundlich und „dumm“! Dieser Ort, an dem man es hätte länger aushalten können, zumal die Sonne die Körper wärmte, musste um 14.50 Uhr wieder verlassen werden, denn die letzte Strecke bis Plau/See –OT Quedzin lag noch vor uns. Über Sietow fahren wir nach Malchow. Diese Routenänderung wurde im Eiscafe abgesprochen. Die Radler wollten versuchen, mit einer Fähre über den Plauer See nach Plau zu kommen. Mit unserem Navi lotsten wir die Radler durch Malchow nach Lenz zur Ostseite des Sees. Am dortigen Anleger muss sich ein Fahrgast bei der Fahrgastschifffahrt fernm. anmelden. Nachdem die Anmeldung erledigt war, verweilten die Radler vor Ort. Die Abfahrtzeit sollte in ca. 30 Min. erfolgen. Wir, Peter, Ralf und ich fuhren um den See herum nach Quedzin, unserem Etappenziel.
Die Ankunftzeit für uns ist 16.35 Uhr. Während Ralf und Peter schon die Hotelzimmer bezogen, fuhr ich nach dem etwa 5 Km entfernten Plau, um die Radler am Hafen in Empfang zu nehmen. Sie kamen mit dem Schiff um 17.25 Uhr an. Für die Überfahrt hatte jeder pro Person und Rad 8,-€ zu zahlen. Noch einmal mussten sie aufs Rad, um nach dem etwa 5 Km entfernten Quedzin, zum Hotel Heidekrug, Güstrower Chaussee 34, zu radeln. An diesem Tag zeigte der Radtacho: 151 Km. PKW-Km: 124060.
Am Hotel konnten die Räder gut untergestellt werden. Die Zimmer wurden bezogen und wenn das Hotel an einem Montag geöffnet gewesen wäre, dann hätten wir hier auch essen können. Doch da montags Ruhetag ist, mussten wir zum Essen ausweichen. Der Wirt, der uns ja übernachten ließ, telefonierte mit zwei Esslokalen, um für uns Tische reservieren zu lassen. Nachdem es wegen Überfüllung beim ersten Lokal nicht klappte, fuhren wir nach Plau in die Altstadt, direkt am Fluss. Hier hatte man für uns Tische zusammengestellt. Wir saßen direkt am Wasser in einem schönen Lokal mit hervorragendem Ambiente. Die Bedienung war sehr freundlich und die Getränke und das ESSEN schmeckten hervorragend. Auch auf das Dessert sollte man hier nicht verzichten. Das Lokal mit Hotel, Restaurant und Cafe heißt: Fackelgarten und liegt direkt an der Zugbrücke. Plau am See ist, wie wir es auch bei einem späteren Rundgang durch die Altstadt feststellen konnten, nicht nur wegen des Restaurants eine Reise wert. Die Rückfahrt zum Hotel war um 21.30 Uhr beendet. Unser Wirt hatte noch ein paar Flaschen Bier für uns im Kühlschrank bereit gestellt und nach einer anschließenden kurzen Gesprächsrunde vor dem Haus kamen wir zur Bettruhe.
Dienstag, der 21.06.2011
Die Fahrt sollte zunächst bis Schwarzenbeck gehen, denn hier fand das Richtfest von Miriam und Bennos neuem Haus statt. Aus diesem Grunde hatte uns Benno am Dienstag schon um 06.00 Uhr morgens verlassen. So machten sich an diesem Morgen nach gutem Frühstück sieben Rennradfahrer, begleitet durch zwei PKW, auf den Weg. Peter fuhr bei mir mit, als um 08.30 Uhr der Start erfolgte. Die letzte Etappe über Lübz, Parchim Wittenburg und Zarrentin war gespickt mit schönen und schlechten Straßenverhältnissen. Während man auf den Land- und Bundesstraßen gut fahren konnte, mussten die Radler sich in den Dörfern fast immer auf holprigem Straßenpflaster bewegen. Dazu kam, dass auf Teilstrecken der Bundesstraßen keine Radwege vorhanden waren, z.B. an der B 191 zwischen Lutheran und Parchim. Doch alles ging gut, nur für mich war ein Blitzlicht an der B 192 zuviel. Gefühlte 8 – 10 Km zu schnell. Hinter Parchim, neben der Müritz-Elde-Wasserstraße befuhren wir kurzzeitig den Seen Radweg zum Schloß Friedrichsmoor. Hier sollte links abgebogen werden. Ralf hatte auf die Radler gewartet, während Peter und ich weiterfuhren. Es mussten noch Brötchen gekauft werden. Aufschnitt war vorhanden. Doch in diesem Landstrich gibt es in den Dörfern keine Geschäfte. Überhaupt keine! Da auch keine Dörfer mehr in Sicht waren, entschlossen wir uns, an einer markanten Weggabelung auf Ralf und die Radler zu warten. Die Zeit verlief, aber keine Radler kamen. Nach ca. 20 – 30 Min. meldeten sie sich und hatten schon die Pause eingeläutet. Nun stellte sich heraus, dass sie einen anderen Weg genommen hatten, den Linksabbieger in Friedrichsmoor hatten sie übersehen und waren geradeaus gefahren. Peter und ich drehten um und fuhren zurück, um dann den eingeschlagenen Weg der Radler zu folgen. In Goldenstädt sahen wir den Trupp mit Ralf vor der dortigen Kirche. Sie hatten sich einen schönen Platz zur Rast nach 60 Km ausgesucht, doch Brötchen hatten wir immer noch nicht. Der Hunger war groß. Getränke, ein paar Bananen und Süßigkeiten hatten wir, aber keine Brötchen bzw. Brot. Ich begab mich auf „Wanderschaft“. Einwohner wollte ich nach einem Laden befragen, doch die sah ich nicht. Nach etwa 5 Min. „Wanderschaft“ fährt ein Lieferwagen vorbei und hupt an einer Einfahrt. Eine Klappe geht auf. Ich laufe dahin, in der Hoffnung einen mobilen Backwarenhändler erwischt zu haben. Doch Fehlanzeige, nur Obst und Blumen. Aber die gute Frau erklärte mir, dass aus der Gegenrichtung gleich ein Bäckerwagen kommen müsste, denn diese Stelle wäre fast immer der Treffpunkt von Beiden. Nach weiteren 5 Min. kam der Bäckerwagen, den ich anhielt und 15 Brötchen kaufte. Jubel! So konnten wir auch diese Pause retten. Um 12.00 Uhr wurde die Fahrt fortgesetzt. Das Ziel hieß Schwarzenbeck und sollte zum „Richterspruch“ um 15.30 Uhr erreicht sein. Zwischen Rastow und Kraak waren erhebliche Fahrbahnschäden zu umkurven. Weiter ging es über Wittenburg, Zarrentin und Gudow. In Gudow spürten die Radler, dass die zur Verfügung stehende Zeit bis zum „Richterspruch“ knapp werden würde. Und so kam es, dass der Trupp ein ordentliches Tempo mit einem 31er Schnitt hinlegte. Vor Klein Pampau rief ich Benno an und teilte ihm mit, dass wir es vielleicht bis 15.30 Uhr nicht schaffen könnten. Darauf sagte Benno: „Die Leute sind noch gar nicht vor Ort, Ihr könnt auch entspannen!“ Diese Übermittlung an die Radler führte aber nicht zum Tempoeinbruch. Die Ankunft in Schwarzenbeck, am Neubau von Miriam und Benno, war um 15.35 Uhr!
Wir wurden freundlichst empfangen. Die Richtleute und einige Gäste waren ebenfalls anwesend. Fotoapparate klickten an jedem Winkel des Hauses. Von obenherab wurde der Richterspruch zelebriert und die Schnapsgläser mit einem Hammer zerkleinert. Dann kamen die Gratulanten mit den Gastgeschenken zu ihrem Auftritt und am Schluss die Bauherren, wobei Miriam die Herrin war. Der anschließende Schmaus war köstlich. Radler, die diese Extremtouren machen, können gut essen, doch auch mit noch 100 Km mehr auf der Uhr hätten sie das Essenangebot nicht geknackt. So sage ich hier im Namen aller noch einmal an Miriam und Benno:
„Herzlichen Dank für die gute Bewirtung und viel Glück mit Eurem neuen Haus!“
Um 16.25 Uhr wurde zum Aufbruch gerufen, denn die gut 15 Km nach Geesthacht mussten noch bewältigt werden. Ralf und ich fuhren direkt nach Geesthacht und betankten die Fahrzeuge. Danach noch Leergutabgabe und Fahrt nach Hause. Kurz zuvor hatte es kräftig geregnet. Als wir ankamen, waren die Radfahrer schon zu Hause. Sie waren vor dem großen Guss mit den ersten kleinen Tropfen eingetroffen. Thorsten war nicht mehr dabei, denn seine Frau, Britta, nahm ihn von Schwarzenbeck im eigenen PKW mit nach Hause.
So gab es dann bei einem Bier nur ein munteres Abschiedsgespräch im Pavillon von Susanne und Andreas. Danach fuhren Peter und Karsten ab und etwas später wurde Heinzi von seiner Ehefrau abgeholt. Für alle anderen war der Weg im Holunderweg nicht mehr weit.
Fahrradkilometer: 163! Tachoendstand vom PKW: 124241.
Gesamte Strecke für die Räder= 668 Km
Gesamte Strecke für PKW 1312 Km
Ich für meinen Teil habe mich gefreut Euch begleiten zu dürfen, auch wenn es dieses Mal nicht ganz einfach gewesen ist.
Fritz









