06.Juni 2010
Die letzten 100 Km nach Geesthacht standen auf dem Programm. Die Fahrt verlief auf der B 209 (Soltau - Lüneburg). In Amelinghausen bogen wir links ab Richtung Salzhausen. Ich hatte auf die Radfahrer gewartet. Das Auto stellte ich hinter dem Bahnhof an der Straße ab und begab mich zur Einmündung, um die Radler einzuweisen. Als sie kamen bogen sie ab und hielten an meinem PKW. Auf der dortigen Rampe des alten Bahnhofes stellte ich Getränkeflaschen. Zwei von den Radlern begaben sich hinter das Gebäude, um an einem Buschwerk zu urinieren. Dieses war von außen nicht einsehbar - dachten sich die Beiden - doch weit gefehlt. Aus einem Dachlukenfenster pöbelte ein Mann und wollte wissen, ob an dem Busch uriniert wurde. Es wurde bestätigt! Daraufhin ergoss sich über uns ein wüstes Gepöbel. Es sei Privatgrundstück und wir hätten dort nichts zu suchen. Kurz darauf erschien von der anderen Bahnhofseite eine Frau, die offenbar zu dem Mann gehörte und pöbelte ebenfalls auf uns los. Sie schrie und zeterte, gestikulierte mit den Armen und benannte anwesende Kinder, die aber weit und breit nicht in Sicht waren. Dann erschien der Mann mit einem etwas größeren Hund an der Leine. Auch er fing an zu pöbeln und erklärte, dass wir auf Privatgrund stünden und es Hausfriedensbruch wäre. Mit einem Handy fertigte er Fotos von uns. Nachdem die Frau auch noch den Mann aufhetzte den Hund auf uns los zu lassen, beschlossen wir die kurze Rast an diesem unfreundlichen Ort zu beenden. Als die Frau dann auch noch Benno beschuldigte Bier zu trinken -es war Malzbier und Benno hatte es ihr auch erklärt- gab sie zur Antwort: "Das ist mir egal, Bier ist Bier." Diese Personen, so hatten wir alle den Eindruck, sind in ihrer Persönlichkeit erheblich gestört. Schade, dass die schöne Gesamttour so zu Ende gehen musste. Fazit: Es war keine Tour de France.










