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Geschichten 2009

Der erste Umweg

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Der Start war für die Radler am 14.05.2009 in Buxtehude. Der erste Tourenabschnitt sollte über Cuxhaven bis nach Bremerhaven gehen. Und wie das so ist, steigt man zu Anfang kräftig in Pedalen. Nach etwa 25 Km war Stade erreicht und ein gut gemeinter Hinweis von Thorsten sollte wieder an die Hauptstraße führen. Doch es kam anders und der Wind mit einem Mal von vorn. Jetzt wussten die Radler: hier sind wir falsch, also kurz kehrt und der Ausgangspunkt war wieder erreicht. Somit hatten sie schon zu Beginn ihrer über 615 Km langen Fahrt 10 Km Umweg hinter sich gebracht.

 Der erste Umweg

Das Essen beim Italiener Franco I

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Nach den ersten 173,2 Km und Ankunft in Bremerhaven musste auch kräftig gegessen werden. Die Empfehlung von unserem Hotel war Franco I, in der Lange Straße. Der Platz war für 9 Personen reserviert worden. Wir bestellten unser Essen und wurden auch freundlich von der blonden „Michelle“ bedient. Sie notierte die bestellten Getränke und fragte später nach den Essenswünschen. Bauernfrühstück beim Italiener? Passt nicht. Darum fragten wir nach Pasta. Benno wollte wohl wissen, was sie uns denn empfehlen könne, denn die Radfahrer hätten sehr viel Hunger. Daraufhin machte Michelle auf vier Sorten Nudeln mit Soße aufmerksam. Dieses sei genau die richtige Männerportion. Die Empfehlung wurde angenommen und 7 Portionen für die Radfahrer bestellt. Doch wie es kommen musste, die Portionen reichten nicht. Man sah es auch schon an den Gesichtern, als die Speisen serviert wurden. Zwei große Pizzen wurden nachbestellt und aufgeteilt. Michelle machte mit uns Männern ihre Späße und unter anderem hatte sie Frank ausgeguckt, der dort saß, wo sie immer vorbei musste, um uns zu bedienen. So kam es dann, dass wir nach dem Essen, welches köstlich war, unser Dessert bestellten. Frank wollte einen Cappuccino. Michelle kam mit dem Gedeck und als sie neben Frank war, fiel ihr die Tasse von der Untertasse in Richtung Franks Hose. Er erschrak und wir nicht weniger. Doch die Lösung dieses Gags. Die Tasse war leer und Michelle hatte einen Teelöffel durch den Henkel der Tasse geschoben. Da sie den Teelöffel festhielt pendelte nur die leere Tasse über Franks Hose. Diesen Spaß machte ihr wohl auch große Freude, denn zum Abschluss konnten wir alle ein Getränk nach unserer Wahl bestellen, z.B. Sambuca, Ramazotti usw.

Es war ein schöner erster Abend unserer Tour. Um21.15 Uhr wurde das Licht im Hotel ausgemacht.

Das Essen beim Italiener Franco I

Das Blitzlicht

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Der 2. Tag begann in Bremerhaven und der Weg sollte uns über die Weser mit Fähre nach Nordenham führen. Die Radfahrer fuhren los und Ralf und ich einige Zeit später mit den Fahrzeugen hinterher. Es gelang uns aber nicht, die Radler, die zuvor eine Wegbeschreibung von mir erhalten hatten, einzuholen. Sie waren außer Sichtweite und ich verließ mich auf mein Navigationsgerät, welches mich von der ursprünglichen Strecke wegführte. Da ich mir nun aber nicht ganz klar war, ob die Radler auch diese Strecke genommen hatten und ich unbedingt wieder Blickkontakt zu ihnen haben wollte, achtete ich nicht so sehr auf die aufgestellten Verkehrszeichen. Somit fuhr ich wohl, Ralf sagte es mir später, in einer 30er Zone zwischen 40 und 50 Km/h. Und plötzlich, aus einem am Straßenrand abgestellten PKW „blitzte“ es. Ralf befand sich hinter mir. Ob auch er von dem „Blitz“ bedient wurde, wissen wir noch nicht. Die Unannehmlichkeiten erwarten wir noch.

Heute, am 08.06.2009, erhielt ich Post von Uwe –adressiert an den „Rennfahrer“ Fritz Struß. Der „Blitz“ hatte ein Ergebnis von 50 km/h erzielt und somit sind an die Stadt Bremerhaven 35,-€ zu zahlen! Somit heißt es auch für die Zukunft: Obacht geben auf den Schilderwald.

Das Blitzlicht

Die Polizei in Bremerhaven

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An einer Kreuzung zeigte die Lichtzeichenanlage ROT. Radfahrer sind schlau und fahren rechtzeitig auf den Radweg. Doch auch auf dem Radweg gab es ein Signal für Radfahrer, welches ebenfalls ROT zeigte. Es wurde ignoriert und danach gab es aus einem VW-Bus das Haltezeichen mit einer Polizeikelle. Alle 7 Sünder drängten sich vor die heruntergelassene Seitenscheibe und Andy Kegel musste sich die Standpauke anhören. Unter anderem wurde den Radlern erklärt, dass sie bei ROT mit mehreren 100,-€ Bußgeld zu rechnen hätten. Doch es blieb lediglich bei der eindrucksvollen Ermahnung.

Die Polizei in Bremerhaven

Schuld war die Beschilderung

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Zwischen uns Betreuern und den Radlern gab es die Absprache, dass wir uns am Weserradweg bei Motzen zur Pause treffen wollten. Ralf und ich fuhren voraus und bauten an einem wundervollen Platz unser Buffet auf. Nun warteten wir, aber es kam niemand. Ralf war in Position, um Fotos von den ankommenden Radlern zu machen, aber es fuhren viele Radfahrer vorbei, nur unsere kamen nicht. Nach fernmündlicher Rücksprache befanden sich unsere Radfahrer an der B 212 und nicht mehr auf dem Weserradweg. Wir packten alles wieder zusammen, setzten uns in die Fahrzeuge und fuhren zu einem Buswartehäuschen an der Landstraße. Hier saßen sie und erklärten uns, dass die Beschilderung am Weserradweg mit einem Mal nicht mehr vorhanden war und somit seien sie nun an der B 212 gelandet. Unserem Argument des zu schnellen Fahrens mit halb geschlossenen Augen gaben sie keine Chance.

Schuld war die Beschilderung

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