die mit dem Fahrrad fahren

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Geschichten 2007

Der Kaffeeautomat

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Wieder im Juni machten sich 7 Personen auf den Weg von Geesthacht nach Kopenhagen/Dänemark. 5 Rennräder wurden aufs Dach von 2 Begleitfahrzeugen transportiert. Nach 2 Std. Fahrt machten wir Rast hinter der dänischen Grenze an einer Tankstelle der Autobahn. Die von zu Hause mitgenommene Brotzeit sollte angegriffen werden. Dazu bestellten wir uns Kaffee. Die Kassiererin war recht freundlich, doch ohne dänische Kronen konnte man den Kaffeeautomaten nicht überlisten. Die Dame wechselte unsere Euro und erklärte den Werdegang der Kaffeemaschine. Dazu stellte sie Frage, ob wir einen kleinen oder einen großen Kaffee wollten. Natürlich wollten wir einen großen Kaffee. Ihre Bemerkung dazu, dass dann die Ausgabe wohl etwas länger dauern würde, überhörten wir. Also, der erste zum Automaten, das nötige Geld eingeworfen und die Kaffeemaschine mahlte den Kaffee für eine Portion durch. Jetzt wurde das Wasser in der Maschine erhitzt und danach lief der Kaffee langsam durch. Wer nun aber dachte, dass er seinen Kaffee schon von der Maschine entfernen konnte, irrte gewaltig, denn für einen großen Kaffee wiederholte sich der Vorgang von neuem, denn alles ging ja noch in den Becher für 0,5 Ltr. Für einen Vorgang ist die Zeit hierfür von mindestens 5 Min. nicht zu kurz angegeben. Der letzte von uns schenkte dem Automaten etwas mehr Erholung, denn er war mit einer Portion zufrieden. Als Anmerkung sei noch erwähnt, dass der Kaffe sehr gut schmeckte und auch sehr heiß war. Fazit: Wer es hier eilig hat, sollte auf Kaffee verzichten und Selters trinken.

Kaffeeautomat

Rennräder sind auch Wertgegenstände

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Nach der Ankunft in Kopenhagen, eine kleine Odyssee in Kopenhagen mittels des Navigationsgerätes von Benno lag hinter uns, bezogen wir unsere Zimmer in der Jugendherberge "Danhostel Copenhagen Amager". Die Räume waren mit Etagenbetten bestückt und groß genug für 2 Personen. Für die Rennräder gab es vor dem Gebäude am Parkplatz einen Schuppen, der mit einem Vorhängeschloss gesichert war. Man konnte aber zwischen den Bohlen hindurchsehen und genau erkennen, was dort abgestellt wurde. Nach kurzer Beratung hatten die Fünf einen Plan. Wir nehmen die Räder mit aufs Zimmer, aber wie kommen wir an der Rezeption vorbei, denn mit einem Einverständnis des Jugendherbergspersonals war nicht zu rechnen. Zwei erkundeten den Weg über das weitläufige Grundstück und danach ging alles sehr schnell. Die Räder standen hochkant im Zimmer. Keiner des Personals hatte etwas mitbekommen und nach dem gleichen Muster kamen die Räder am anderen Morgen auch wieder auf die Straße vors Gebäude.

Rennräder sind auch Wertgegenstände

Metro Kopenhagen

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Nachdem wir gegen 17.00 Uhr in Kopenhagen angekommen waren und in der Jugendherberge alles erledigt hatten, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Von der Dame an der Rezeption bekamen wir einen Stadtplan und den Hinweis auf die nächste Metrostation. Gleichzeitig erklärte sie, dass man hier nur mit DKK bezahlen kann, denn es gibt nur Automaten an den Stationen. Wir waren sieben Personen, also verkaufte sie uns schon in der Jugendherberge eine Zehnerkarte, die wir mit Euro bezahlen konnten. Das Wechselgeld gab sie uns in DKK heraus. Das war aber auch alles, was wir an DKK besaßen. Hatte doch zu Hause noch einer von uns gesagt: In Dänemark kannst du auch mit Euro bezahlen! Wir finden die Metrostation und fahren mit der Bahn in die Stadt, gehen bei einem Chinesen essen (hier nimmt man uns Euro ab) und fahren nach einem Stadtrundgang zurück in unsere Unterkunft, d.h. wir wollten fahren. Im Untergrundbahnhof der Innenstadt gibt es ebenfalls nur Automaten und die nehmen nur Münzgeld oder akzeptieren Scheckkarten. 3 Fahrscheine waren vom Zehnerblock noch vorhanden, 4 mussten dazu gekauft werden und das Münzgeld reichte nicht aus. Und nun? Andreas M. versuchte es mit der Visa-Card. Kein Erfolg. Wechselautomat (DKK in Scheinen hatten wir jetzt schon) für Papiergeld - Fehlanzeige. Das Ansprechen der Bürger brachte auch keinen Erfolg. Eine weitere Suche im Umfeld des Bahnhofes nach einer Wechselmöglichkeit ergab ebenfalls keinen Erfolg. Als etwa 15 Min. vergangen waren versuchte es Andreas M. noch einmal am Automaten mit einer EC-Karte und hatte Erfolg. So konnten wir auf diese Weise noch 4 Tickets lösen. Auf dem Bahnsteig angekommen sahen wir keine Schienen. Die Bahnsteige waren mit großen Glasfenstern von den Gleisanlagen getrennt. Dann fuhr der Zug ein. Schiebetüren in den Glasteilen öffneten sich und dann gingen die Türen von der davor stehenden Metro auf. Wir stiegen ein. Die Tür schloss, ebenso wurden auch die Glasteile am Bahnsteig wieder geschlossen. Die Bahn fuhr ab. Wir befanden uns im vorderen Wagen und konnten auf das vor uns liegende Gleis sehen. Was war denn das? Wo ist der Zugführer? Des Rätsels Lösung: Einen Zugführer gibt es nicht. Alles läuft automatisch ab. Die Züge halten durch Magnetstreifen immer auf den vorgegebenen Haltepunkten am Bahnhof. So nahm dann Thorsten vorne am Fenster Platz und war "unser Metrofahrer"! Dabei sagte er nur: "Wenn das mein Sohn wissen würde, dann müsste ich noch mal hierher".

Metro Kopenhagen

Metro Kopenhagen

Odensee Tattersaal

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Die erste Etappe brachte uns mit 150 Km zur Jugendherberge nach Odense. Gebucht hatten wir 4 Dz für 8 Personen. Nachdem wir ca. 30 Min. auf die Öffnung des Büros gewartet hatten teilte man uns mit, dass `unser Raum´ nun bezogen werden kann. Großes Erstaunen. Ein Raum? Einwände brachten keinen Erfolg und wenn du schlafen willst, dann in einem Raum mit 8 Betten oder gar nicht. Gut, dann schlafen wir eben alle gemeinsam in dem Tattersaal. 7 Betten wurden belegt, das achte, sowie Stühle, Fensterkreuz und Heizkörper dienten für das Trocknen der durchgeschwitzten Radlerkleidung. Den Waschraum konnte man nur mit der Zimmercode-Karte erreichen, wobei da über den Flur noch zwei weitere Türen mit zu überwinden waren. Es klappte alles, zwar war es in der Nacht an einigen Stellen etwas laut, die Luft nicht immer strömungsfreundlich, doch die Müdigkeit nach einer ausgedehnten Rennradtour und einem erlebnisreichen Stadtbummel im Einkaufszentrum von Odense lies uns auch diesen Zustand mühelos bewältigen, zumal ja auch noch frühere Pfadfinder mit von der Partie waren.

Odensee Tattersaal

Hunger, Durst

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Radfahrer brauchen Kohlehydrate. Und wo bekommt man diese? Natürlich beim Italiener. Nach einer Erklärung des Jugendherbergspersonals in Odense zur Lage eines geeigneten Restaurants gingen wir los. Nach etwa 10 Min. Fußweg sahen wir es. Es war kein Restaurant, sondern nur ein Bringservice von einem "Italiener", aber in dem "Laden" konnte man auch essen. Wir gingen hinein. Von den drei Tischen wurden zwei zusammengestellt und wir wollten bestellen. Die Frage nach der Bezahlung mit Euro wurde akzeptiert. Die Speisekarten enthielten Pizza, Pasta und andere Spezialitäten. Die Vorspeise als Salat wurde schon geordert, als auf die Frage nach dem Bier ein: "gibt es hier nicht! " folgte. Wir sahen uns an, schoben die Stühle zurück und die Tische an den ursprünglichen Platz und verließen einer nach dem anderen das "Restaurant" mit den Aussprüchen in Anlehnung an das Flensburger Bier: Tschüs, Tschüs, und das siebenmal. Hunger und Durst hatten wir aber immer noch. Der Fußweg erweiterte sich auf einige Kilometer, bis wir an das Einkaufszentrum kamen. Geschäfte, Restaurants, Kaufhäuser, Banken, Eisdielen und eben alles, was man so in den Zentren erwarten kann, waren vorhanden. Zunächst aber hatten wir Hunger und Durst. In einem Selbstbedienungsrestaurant wurde alles das angeboten, was wir wollten. Also, Tisch besetzt und dann am Tresen die Bestellung aufgegeben. Auch Bier gab es hier. Doch als wir die Frage nach der Bezahlung mit Euro stellten und ein NEIN erfuhren, mussten wir das Lokal wieder verlassen, denn DKK hatten wir nicht. Alle Versuche an Bankautomaten scheiterten. Geld gab es nicht, nicht mit einer Eurocard und auch nicht mit der Visa-Card. Wie konnte das alles nur passieren, hatte doch zu Hause noch einer gesagt: In Dänemark kannst du auch mit Euro bezahlen! In einem Discountladen konnte man zwar mit Euro bezahlen und das Wechselgeld wurde in DKK herausgegeben, aber soviel Wechselgeld in DKK für 7 Personen hätte nie gereicht. Und so die Euroscheine wollte man nicht wechseln. Bestimmt waren wir in dem EKZ 45 Min. unterwegs, als es dann doch endlich mit einem Bankautomaten klappte und mit einer EC-Karte DKK entnommen werden konnte. Über noch zwischenzeitlich geführte Telefonate mit der Ehefrau von Andreas M. in Geesthacht wegen einer vielleicht nicht richtigen PIN-Nummer will ich nicht weiter berichten, aber auch das brachte keine Aufklärung über die Weigerung der Automaten ihm kein Geld zu geben. Jetzt hatten wir Geld und noch mehr Hunger. Zurück in das Selbstbedienungsrestaurant. Alle schmunzelten, als man uns wieder sah, besonders die Bedienung hinter dem Tresen. Wir zeigten die DKK und wollten bestellen, doch das war nicht mehr nötig unsere zuvor aufgenommene Bestellung ruhte noch auf dem Spickblock in unterer Position. Wir nahmen Platz, kamen unser Essen und UNSER Bier. Alles hat sehr gut geschmeckt aber über den Euro und über die dänischen Kronen ist noch sehr viel gesprochen worden. Wie schön ist doch eine einheitliche Währung.

Hunger, Durst

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