Start um 10.15 Uhr im Holunderweg 14, Geesthacht. 3 Fahrräder auf dem Dach des Passat von Andreas M. und 2 Räder auf dem Dach von Benno. Die drei Andreas und Fritz fuhren im Passat nach Kopenhagen, während Benno, Torsten und Ralf mit dem BMW vom Hof fuhren.
Km-Stand Passat: 85544!
Um 12.00 Uhr erste Rast in Dänemark kurz hinter der deutschen Grenze an einer Tankstelle bei Padborg. Diesel für den Passat wurde aufgenommen und in der Tankstelle Kaffe bestellt. (Siehe auch Geschichten: Der Kaffeeautomat).
Um 12.45 Uhr setzten wir unsere Fahrt in Richtung Kopenhagen fort.
Auf der Autobahn E20, an der Ausfahrt (59) hinter Kolding, haben wir die E20 verlassen und sind über die Landstraße (Überquerung des Kleinen Belt) über Middelfart Richtung Odense gefahren. Wir wollten für die Rückreise die Fahrradstrecke an dieser Stelle erkunden. Später, an der Ein-/Ausfahrt (57) ging es weiter auf der Autobahn, jetzt auf der Insel Fünen, in Richtung Kopenhagen. Der Große Belt muss überquert werden, um auf die Insel Seeland mit der Hauptstadt von Dänemark, Kopenhagen, zu kommen. Die Strecke über den großen Belt beträgt insgesamt 17 Km, davon 7 Km für eine imposante Stahlseilbrücke. Aber neben der Autobahn gibt es keine weitere Möglichkeit für Fußgänger oder Radfahrer, so dass wir für die Rückfahrt die Räder wieder auf die Fahrzeuge nehmen müssen. Die Maut für ein Fahrzeug betrug, unabhängig von den Insassen, 30,-€ für eine Tour. Das Wechselgeld von dem gezahlten 50,-€ -Schein erfolgte in Dänische Kronen (Wechsel z.Z.: 1,-€ = 7 Dkk). Auf der Brücke sind wir noch gut an einem größeren Unfall mit 4 Fahrzeugen vorbeigekommen. Einige Minuten später erfolgte hier bestimmt eine Sperrung zur Bergung der Unfallfahrzeuge.
Um 15.15 Uhr sahen wir Kopenhagen. Bennos Auto ist mit einem Navigationsgerät ausgerüstet und er übernahm jetzt die Führung, nachdem er uns zugerufen hatte: "Ich fahr jetzt mal vor!" Unsere Ahnung sollte sich am Schluss bestätigen, denn wir wollten rechts abbiegen, aber Benno fuhr nach links. An irgendeinem Hafenbecken, hier standen in der Sackgasse zwei Wohnwagen, ein Grill und ein paar finster blickende "Gesellen", machten wir dann kehrt und jetzt klappte es auch mit dem Navi. Ankunft an unserer ersten Unterkunft um 16.45 Uhr. Km-Stand: 86054!
Unsere erste Unterkunft in Kopenhagen war die Jugendherberge "Danhostel Copenhagen Amager". Die Unterkunft war schon im März 2007 für 8 Personen zum Preis von 1800 Dkk gebucht worden. Für die Bettwäsche zahlten wir pro Person vor Ort noch einmal 40 Dkk und für das Frühstück wurden noch einmal 47 Dkk pro Person fällig. Die Räume waren für 2 Personen ausgelegt, hatten Dusche und WC und Doppelstockbetten. Wir waren durch den Ausfall von Norbert nur 7 Personen, mussten aber den vollen Preis für 8 Personen zahlen. Als Ausnahme galt hier nur das Frühstück (7 x). Außerdem kamen noch Gebühren für den Jugendherbergsausweis, den wir ja nicht hatten, hinzu. Je Person 5,- € pro Nacht.
Für die Unterbringung der Rennräder stand uns auf dem Gelände ein Schuppen zur Verfügung. Das Schloss war mit dem Zimmercodschlüssel zu öffnen, doch als die Radfahrer den Schuppen genauer betrachteten, entschlossen sie sich, die Räder anders unterzubringen, denn durch die auseinanderstehenden Bretter konnte man genau den Inhalt des Schuppens erspähen. (Siehe auch Geschichten: Rennräder sind auch Wertgegenstände).
Die Betten wurden bezogen, die Sachen verstaut und gemeinsam zogen wir los, um die Stadt Kopenhagen zu erkunden. Am Congress-Centrum von Kopenhagen liegt das Bella Center. Von dem Bahnhof mit gleichnamigen Namen fuhren wir in die Innenstadt mit der Metro. Eine Zehnerkarte hatten wir uns in der Jugendherberge schon gekauft. 7 Fahrten wurden am Automaten ungültig gestempelt und nach mehreren Stationen waren wir im Zentrum. In der Stadt herrschte an diesem Vorabend ein Treiben wie man es tagsüber von der Mönckebergstraße her kennt. Ein bunt gemischtes Völkchen aus allen Teilen unserer Erde. Wir hatten Hunger und so entschlossen wir uns bei einem Chinesen einzukehren. Ein Buffet für 700,- Dkk , so stand es auf dem schwarzen Brett am Eingang und so haben wir uns dann bedient. Da aber alles sehr in der Friteuse angerichtet worden war, gab es natürlich den entsprechenden Durst dazu. Das Bier war für umgerechnet (1/2 Ltr.)5,75 € nicht gerade billig.
Aber auch ein ½ Ltr. Wasser schlug noch mit 5,40 € gewaltig ein. Der Preis von insgesamt 1058 Dkk wurde in € umgerechnet und so bezahlten wir mit unserem Geld 155,-€.
Im Anschluss ging es durch die Altstadt, vorbei am Tivoli-Vergnügungspark und einigen Kanälen. Die Altstadt ist sehr schön anzusehen aber auch durch die vielen "Gestrauchelten" heruntergekommen. Es bot sich uns ein teilweise schlimmes Bild von alkoholisierten und im Dreck sitzenden Menschen, die nicht nur einer Altersgruppe zugehörig waren. 5 m weiter, auf der gegenüberliegenden Seite der Straße bis auf den letzten Platz gefüllte Plätze in den Außenrestaurants und Kneipen mit den Leuten, die "vermutlich" Geld hatten. Aber auch noch etwas ist mir sehr stark aufgefallen. Die Kleidung. Jeder, so glaube ich zieht das an, was gerade im Wäschekorb ist, gebügelt oder kraus, bunt oder Unifarben. Ein buntes Völkchen!
2 Kugeln Eis habe ich mir auch noch gegönnt. Umgerechnet ca. 4,-€. Ja, Dänemark ist teuer. Zurück ging es dann um 20.55 Uhr mit der Metro. Ab ging es in den Untergrund. Wir nahmen vorne im ersten Waggon Platz und Torsten war unser "Zugführer". Auch dies war schon ein Erlebnis. (Siehe auch Geschichten: Die Metro in Kopenhagen).
Zurück in der Jugendherberge. Bier an der Reception, die 1/3 Ltr-Flasche für 2,50 € und Lagebesprechung für den nächsten Tag vor dem Danhostel Copenhagen.