die mit dem Fahrrad fahren

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Geschichten 2006

Der Euro

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In diesem Jahr hatte sich unser Trupp vergrößert. Waren wir im Jahr 2005 noch mit fünf, so nahmen wir jetzt mit 8 Personen teil, 6 Rennradfahrer und 2 Begleitfahrzeuge. Die Tour begann in Thüringen an der Saale und endete in Geesthacht. Schon bei der Anfahrt nach dem kleinern Ort Weißen an der Saale wollten wir an der Raststätte Plötzetal ein paar Euro los werden und uns belegte Brötchen kaufen. Dieses scheiterte aber nur am Preis. Nachdem wir für ein belegtes Brötchen 3,90 € zahlen sollten, wurde auf diese Mahlzeit verzichtet. Wir sind bestimmt nicht geizig, aber preisbewusst. Eine Entschädigung gab es dafür in Rudolstadt mit einer 20 cm langen Thüringer Bratwurst mit Brötchen und Senf für 1,30 €. Die war richtig lecker! Bei unserer Einfahrt zur Unterkunft „Landhotel & Restaurant Kains Hof“ in Weißen hielt uns ein Bürger dieses Ortes an. Was will er, fragten wir uns. Doch dann die Frage: „Habt ihr mal 1,-€ ?“ Aus der Großstadt kennt man ja solch ein häufig gestelltes Ansinnen, aber in einem kleinen Ort in Thüringen. Welch ein Wunder. Nachdem das 1.Fahrzeug abgestellt war, kam Benno mit seinem PKW auf den Parkplatz. Auch von ihm wollte eben Jener 1,- € haben und nachdem Benno nach dem Grund fragte, wurde ihm geantwortet, dass er sich Kuchen dafür kaufen wolle und wenn er, Benno, keinen 1,- € hätte, dann würde er auch gerne 2,-€ nehmen. Insgesamt bekam dieser Bürger 1,-€ !
Parkplatz in Weissen Uhlstädl.

der Euro

Der erste Berg

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Unsere Zimmer hatten wir in Weißen an der Saale bezogen.. Nachdem wir auch gut gegessen hatten, erkundeten wir den Ort. Die Saale fließt hier gemütlich dahin. Und damit man die Landschaft auch gut überblicken kann, hat sich in früheren Zeiten ein Schlossherr in dieser Gegend angesiedelt und sein Schloss auf einen Berg errichtet. Dieses Schloss wollten wir aber noch besichtigen, doch dabei blieb es nach einem anstrengenden Fußmarsch nur bei der Besichtigung der Gartenanlagen und den Weitblick über die Saale. Eine Asphaltstraße mit einem Anstieg von 18% führte auf einer Länge von ca. 2 Km zum Schlosshof. Als dann noch irgend jemand sagte, dass dieser Anstieg vor der Tour als erstes zum Training geeignet sei, waren einige begeistert, aber der Rest wollte doch lieber gleich am nächsten Tag die Tour ohne diese „Bergwertung“ beginnen. So geschah es dann auch. Doch einer von uns kann sich noch immer nicht von diesem Berg losreißen. Er will noch einmal nach Weißen und dann fährt er mit dem Rennrad den Berg zu dem Schloss hinauf. Fast versprochen!
Am Ende des Berges war das Schloss, von wo man ein herrlichen Blick auf die Saale hatte.

Der erste Berg

Der erste Übereifer

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Nach dem Start in Weißen an der Saale um 09.00 Uhr fuhren wir mit den Begleitfahrzeugen voraus. In Camburg an der Saale wollten wir die Radfahrer verpflegen. Brötchen und Getränke hatten wir gekauft und warteten nun nach fast 3 Std. an einer Brücke auf einem Parkplatz auf die Radfahrer, aber sie kamen nicht. Handyanrufe, die wir tätigten, wurden ignoriert. Erst eine ganze Weile später rief man uns an und wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass sie unseren Platz bereits passiert hatten. Es blieb uns nichts erspart. Wir mussten hinterher und sahen dann unsere „Profis“ im Gras liegen, schon ganz schön ausgepowert. Einige Bekleidungsstücke lagen im Gras, aber keiner war „nackt“. Wo kommen denn die Sachen her? Ja, die hatte Norbert vorher an. Beim Start hatte er noch geglaubt, dass man sich warm anziehen muss, schließlich geht die Fahrt ja am Wasser entlang. Welch ein Trugschluss. Und nun hat er seinen Namen: „Der mit den vielen Klamotten an!“

Ort der Namensfindung von Norbert Greve ( Der mit den vielen Klamotten an )

erste Übereifer

Das Mansfelder Land

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Nach der ersten Tagesetappe starteten wir am darauffolgenden Tag gegen 09.00 Uhr. Das Wetter war gut und die Stimmung auch. Keiner sagte es, aber aus jedem Körper summte: Wir wollen Rad fahren! Rauf aufs Rad und in die Pedalen getreten, denn an diesem Tag sollten 174 Km gefahren werden und am Zielort wollte man noch das Eröffnungsspiel der Fußball-WM Deutschland gegen Costa Rica sehen. Mit den Fahrzeugen fuhren wir voraus. Am Straßenrand sah ich dann das Straßenschild des Landkreises „Mansfelder Land“. Hatten wir doch einen Andreas Mansfeldt in unserer Truppe. Ich hielt an, parkte den PKW in einen Feldweg und ging mit der Kamera zu dem Schild. Da kamen sie auch schon. Das Tempo war hoch. Ich stellte mich mit ausgebreiteten Armen auf die Straße und zwang die Gruppe somit zum Halten. Sie pöbelten und schimpften, waren sie doch so gut in Fahrt und dann halte ich sie einfach auf freier Strecke an. Überzeugungsarbeit musste ich leisten, damit noch diese schöne Erinnerung ins Bild kam.

Die Truppe im Mansfelder Land bei einer Zwangspause.

Mansfelder Land

Tangermünde und das Eröffnungsspiel der WM 2006

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Nach 174 Km kamen wir in Tangermünde um 17.00 Uhr an. Das Eröffnungsspiel der Fußball-WM sollte um 18.00 Uhr beginnen, also hatten wir ausreichend Zeit, um uns nach dem Duschen ins Lokal zu setzen, damit wir das Spiel Deutschland – Costa Rica sehen konnten. Doch welcher Schreck. Der Wirt war wohl nicht fußballfreundlich, denn er hatte in seinem Hotel keinen Fernseher aufgestellt. Uns riet man, den Fernseher auf den Zimmern einzuschalten. Doch das war nichts. 8 Personen, ein kleiner Fernseher, in einem kleinen Raum. Nein, wir wollten das Spiel gemeinsam sehen. Es blieb uns nichts weiter übrig, als durch Tangermünde zu laufen, um nach einem geeigneten Platz Ausschau zu halten. Aber wo wir auch hinkamen, sämtliche Kneipen, Gasthäuser und Hotels waren ausgebucht. Es gab keinen Platz mehr. Wir sahen nur Schwarz-Rot-Gold, ob in den Gesichtern der Menschen, auf Plakaten an Fensterscheiben oder wo auch immer. Dazu kamen Fahnen und Fähnchen, die auch wir neben einigen T-Shirts trugen. Bevor wir aber bei Privatpersonen Einlass fanden, ergab sich in einem Lokal die Möglichkeit das Spiel zu sehen. Der Tipp kam von einer Anwohnerin. Wir gingen ins „Exempel“. Die Gaststätte war früher eine Schule. Schultische und -stühle standen so, wie zu früheren Schulzeiten. An der Wand hing eine große Tafel und hinter dieser Tafel –das Wunder, ein großer Fernseher! Unsere Freude war groß, denn es war jetzt genau 5 Minuten vor 18.00 Uhr. Das Spiel gewann Deutschland mit 4:2 Toren. Und noch etwas ist erwähnenswert. Das Bauernfrühstück! Ich bestellte mir ein Bauernfrühstück. Beim Essen sah ich schon die Blicke Aller zu meinem Teller wandern. Und dann dauerte es auch nicht mehr lange und alle aßen ein Bauernfrühstück. Seit dieser Zeit wird von einem Bauernfrühstück noch häufiger die Rede sein. Es hat mit Kuhschwanz-Bier hervorragend geschmeckt.

Zum Glück haben wir noch das „Exempel“ gefunden, denn wir waren schon sehr nervös keinen Fernseher zu finden.

Tangermünde und das Eröffnungsspiel der WM 2006

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