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Bericht 2006

Erlebnisbericht zur Deutschlandtour 2006

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In der Zeit vom 07. – 11.06.2006 starteten aus Geesthacht 8 Männer mit 2 PKW, beladen mit 6 Rennrädern und Gepäck zur diesjährigen Tour von Thüringen nach Geesthacht.

Teilnehmer: Andreas Mansfeldt (hatte die Strecke vorgeschlagen), Norbert Greve, Andreas Hahn, Andreas Kegel, Benno Häring und Thorsten Schulz. Die Etappenbegleitung organisierten Ralf und Fritz Struß mit den Fahrzeugen von Andreas Mansfeldt und Benno Häring (VW Passat und BMW).

Mittwoch, den 07.06.2006 Abreise

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Start im Holunderweg war Mittwoch, der 07.06.06, um 08.35 Uhr. Gemeinsam fuhren wir nach Harburg, um hier Thorsten am Großmoorbogen aufzunehmen. Er kam uns schon mit leichtem Gepäck entgegen. Die morgendlichen, schon recht sommerlichen Temperaturen hatten Thorsten schon einiges abverlangt, denn ca. 30 Min. Fußweg von Bhf.Harburg lagen hinter ihm. Da alle Räder schon vorher in Geesthacht auf die Fahrzeuge gesetzt wurden, konnte die Fahrt in Richtung Thüringen beginnen. Benno, Ralf, Norbert und Andreas Hahn fuhren im BMW, Andreas M., Andreas K., Thorsten und Fritz im Passat.

Über die A7 nach Hannover, dann weiter auf die A2 über Braunschweig, Magdeburg und von hier auf die A14 Richtung Leipzig. Am Schkeuditzer Kreuz auf die A9 Richtung Weißenfels. Ab Weißenfels über die B 87, B 180 und dann B 88 über Jena nach Weißen an der Saale.

Unser erster Stopp war um 12.00 Uhr an der Raststätte Plötzetal. Ein kleiner Hunger hatte sich schon bei uns eingestellt, doch nicht jeder wollte für ein belegtes Brötchen 3,90 € und für einen Becher Kaffee 2,20 € bezahlen. So fuhren wir dann auch nach einer kleinen „Erleichterung“ um 12.20 Uhr weiter. Unsere Ankunft in Weißen war 14.35 Uhr. Gefahrene Kilometer: 531!

Doch was ist das? Neben unserem Fahrzeug klopft ein Mann mittleren Alters an unsere Fahrzeugscheibe. Ich öffne das Fenster und frage nach seinem Begehr und was antwortet er: „Haben Sie mal 2 € für mich?“ Das war ein Ding. Wir waren noch nicht einmal ganz angekommen und in diesem kleinen Thüringer Ort werden wir mit städtischen Methoden konfrontiert. Von mir die Ablehnung. Er sagt Danke und verschwindet.

Doch die Geschichte geht weiter. Nach dem Verlassen des PKW, wenden wir uns an Benno und seine Mitfahrer im nachfolgenden Wagen und stellen die Frage: „Habt Ihr das mitbekommen?“ Ja, sagt Benno, er war schon vorher bei uns und fragte zunächst nach 0,80 Cent für ein Stück Kuchen. Als Benno ihm dann, nach einem Blick auf seine Mittelkonsole, hier lag ein Euro, diesen anbot, sagte er: „Sie können mir auch 2 € geben!“ Und nach diesem Erfolg über den einen Euro kam er dann zu uns und forderte gleich 2 €.

Im Landhotel & Restaurant „Kains Hof“ wurden wir freundlich empfangen. Die Zimmer wurden aufgeteilt und so schliefen Andreas Mansfeldt und Andreas Kegel, Norbert Greve und Andreas Hahn, Benno und Thorsten, sowie Vater und Sohn in je einem Zimmer. Diese Aufteilung wurde auch für die weiteren Nächte beibehalten. Die Ausstattung war gut.

Die recht frühe Ankunft in Weißen erlaubte uns noch einen Abstecher in das nahe gelegene Rudolstadt. Wir machten einen kurzen Stadtbummel und am Markt gab es eine Thüringer Bratwurst mit Brötchen und Senf. Die Bratwurst, ca. 20 cm lang, für 1,30 €. Eine Entschädigung für die Ratstätte Plötzetal. Nach einem ersten Einkauf für die Tour fuhren wir nach Weißen zurück. Andreas M., der diesen Ort schon vorher mal besucht hatte, wusste von einem in der Nähe liegenden Lokal, welches gute und preiswerte Speisen anzubieten hatte und er hatte nicht zu viel versprochen. Gut gegessen und getrunken. Danach einen Spaziergang durch den Ort, Absacker im eigenen Hotel und danach ins Bett. Die Aufregung war bei Einigen schon zu spüren, sollten doch am folgenden Tag ca. 150 Km gefahren werden.

Donnerstag, dem 08.06.06

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1 Tag Tour 2006

Am Donnerstag, dem 08.06.06, nach einem ausgiebigem guten Frühstück und Durchsicht der Rennmaschinen gaben wir als Betreuer um 09.03 Uhr das Startzeichen zur diesjährigen Saale- und Elberadtour.


Wir beluden unsere Fahrzeuge, verstauten Gepäck, Esswaren und Flüssigkeiten und fuhren, Ralf mit dem BMW und ich mit dem Passat, den Radlern auf der B 88 hinterher. Die Radler bewegten sich auf dem Saaleradweg und kamen über Orlamünde, Kahla, Rothenstein, Jena, Dornburg nach Camburg. Hier erwarteten wir die Radfahrer, wie mit ihnen abgesprochen, auf der Saalebrücke in Camburg. Die Fahrzeuge standen auf dem Parkplatz, direkt vor ALDI. Brötchen hatten wir gekauft und einen geeigneten Platz zur Rast ausgesucht, doch die Radler kamen nicht. Gut, dass es die Handyverbindung gab, denn nach Rücksprache waren sie schon an Camburg vorbei und hatten uns auf der Brücke nicht bemerkt. Also fuhren wir hinterher und am Ausgang von Camburg lagen sie am Rastplatz im Gras. Erste Nahrungsaufnahme!


Nach einer Rast von 12.00 – 12.30 Uhr, setzten die Sechs ihre Fahrt fort. Über Groß Heringen, Bad Kösen, Naumburg (die Stadt gefiel mir sehr gut) nach Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna.


Im Vorort von Leuna, in Daspig, war der zweite Stopp zur Nahrungsaufnahme. Die Sonne schien, es war blauer Himmel und die Temperaturen lagen bei 23 °.


Der Rastplatz hatte Bänke, Fahrradständer und sogar ein Dixi-Klo. Nach diesem Zwischenstopp ging es weiter zu unserem ersten Etappenziel nach Salzmünde an der Saale. Über Merseburg, Halle/Saale und nach einer kleinen Abweichung von der Saale über Krollwitz, Dölau nach Salzmünde. Die Ankunftzeit war hier um 18.30 Uhr. Im Gasthof zum Jachthafen, Am Schlossberg 2, erwarteten Ralf und ich die Radler auf der Terrasse mit einem Bier bzw. Radler. Das Gepäck hatten wir schon auf die Zimmer verteilt. Die Räder trugen die „Sportler“ selbst in die 1. Etage und stellten sie im großen Saal des Gasthofes ab. Essen, Trinken, Spaziergang, Trinken, Bettruhe. Alles perfekt, nur die gefahrene Strecke dürfte den Rennradfahrern einige Schwierigkeiten bereitet haben.


Die erste Tagesetappe betrug 163 Km!

Die Kfz-Km lagen bei 179 bzw. 184.

Freitag, dem 09.06.06

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2 Tag Tour 2006

Start am Freitag, dem 09.06.06, 08.00 Uhr, nach wieder einem guten Früstück.

Die nächste Verpflegung sollte in Groß Rosenburg, an einer Saalefähre stattfinden. Auf guter Fahrstrecke fuhren die Radler über Friedeburg, Beesenlaubingen, Plötzkau, Bernburg nach Groß Rosenburg. Unterwegs, auf freier Strecke, stoppte ich die Radler an dem Straßenschild Mansfelder Land zu einer Fotoaufnahme. Zeigten Sie sich doch zunächst etwas ungehalten über die plötzliche Unterbrechung ihrer rasanten Fahrt, so dürfte sich das bis heute und bei Betrachtung des Fotos in freundlichere Stimmung gewandelt haben.

Die Ankunft an der Fähre war um 10.50 Uhr und 65 Km zeigte ein Radtacho an. Sonnig warm war es. Die Kleidung musste z.T. gewechselt werden, der Rastplatz dazu mit Hütte ideal. Von dem Fährmann erfuhren wir die beste Fahrtroute zur Elbe und somit setzten wir über die Saale. Die Zeit: 11.45 Uhr. Nach dem Übersetzen kam das Fahrrad von Norbert zu mir aufs Autodach und er fuhr mit mir bis nach Ladeburg im Fahrzeug mit.

Zu Fünft wurde die Radtour fortgesetzt und bei Barby die Elbe überquert. Ca. 3 Km unterhalb von Barby fließt die Saale in die Elbe. Ein kurzes Stück elbabwärts führte der Weg dann von der Elbe weg, denn die Radler wollten die Stadt Magdeburg weiträumig umfahren, um sich so schneller dem Zielort Tangermünde zu nähern. Tangermünde sollte spätestens um 17.00 Uhr erreicht sein, denn am 09.06.06 fand das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft zwischen Deutschlang und Costa Rica (4:2) statt.

So verlief die Fahrt von Barby über Gödnitz, Lübs, Prödel, Leitzkau, Ladeburg (hier schloss sich Norbert dem Team wieder an, ca. 30 Km waren ihm am Fahrradspaß so „entgangen“), Möckern, Grabow (zwischen diesen Orten herrliche „Radrennbahn“ im Wald). Ab Grabow musste die Strecke erkundet werden. Teilweise endeten ausgezeichnete Wege in Schotterwege, die mit den Rädern schlecht zu fahren waren. Ralf erkundete und fand auch keine Radwege neben einer Bundesstraße. Somit entschlossen wir uns zu einem weiteren, ca. 10 Km Umweg (ein Briefträger gab uns den Hinweis). Kurz hinter Grabow eine weitere Rast zwischen 14.30 und 14.50 Uhr. Weiterfahrt über Stresow, Krüssau, Gladau, Hohenseeden, Grüsen, Parey, Dorotheenhof. Übersetzen mit der Fähre über die Elbe nach Grieben. Auf der Fähre stieg Norbert wieder zu mir ins Fahrzeug, das Fahrrad kam aufs Dach und somit fuhr er die letzten 16 Km bis Tangermünde im Auto mit. Der 5er – Trupp fuhr dann weiter über Schelldorf, Buch nach Tangermünde. Ankunft in Tangermünde um 17.00 Uhr!

Die 2 Tagesetappe betrug 174 KM!

Der Tageskilometerzeiger am Passat brachte es auf 210 Km, der im BMW auf 250 Km (hier schlägt sich die Erkundungsfahrt von Ralf nieder).

Am Tangermünder Tor nahm ich die Truppe in Empfang und begleitete sie zu unserem Hotel, „Am Rathaus“, Lange Straße 70. Das Gepäck hatten wir wieder auf die Zimmer verteilt. Nach dem Duschen wollten wir das Fußballspiel sehen, welches um 18.00 Uhr angepfiffen werden sollte. Eine Nachfrage bei unserem Hotelier nach einem im Gastraum aufgestellten Fernseher führte zu keinem Erfolg. Da wir aber das Spiel gemeinsam ansehen wollten und unsere Zimmer mit dem kleinen Fernseher und dem geringen Platzangebot für 8 Personen nicht ausreichend waren, entschlossen wir uns in Tangermünde etwas geeignetes zu suchen. Unsere Wanderung führte uns durch die Stadt von Ost nach West, aber Platz hatte keiner mehr. Überall wurden Deutschlandfahnen geschwenkt und die Menschen hatten sich, wie auch einige von uns, die Gesichter bemalt. Schwarz, Rot, Gold, das waren die Farben und sie wiederholten sich im gesamten Stadtbild. Schließlich war es 5 Minuten vor 18.00 Uhr, als wir in den „Exempel-Gaststuben“, in der Kirchstraße 40, einen Platz fanden. In einem zum Gastraum umfunktionierten Schulraum (die Schülerbänke, Tafel etc. standen noch so wie zur Schulzeit) nahmen wir Platz. Wir hatten einen Raum, nur für UNS! Die Tafel wurde zurückgeklappt und dahinter war der Fernseher.

Das Tangermünder Kuhschwanz-Bier wurde bestellt und der Fernseher zeigte uns die schönsten Bilder von Spiel Deutschland gegen Costa Rica. Alle hatten noch keinen Hunger. Nur ich bestellte nach dem ersten Bier ein Bauernfrühstück. Als es gebracht wurde, gab es bei dem Rest der Truppe kein Halten mehr. Alle bestellten ein Bauernfrühstück. Es war ein Festmahl für 6,50 €. Nach dem Spiel sind Ralf und ich zum Burgschloss gegangen und haben die Aussicht über Tangermünde und die Elbe genossen. Thorsten machte auch noch einen kleinen Spaziergang. Im Anschluss haben wir noch den Rest des 2. Spiels, Polen gegen Ecuador, gesehen. Gemeinsam ging es dann zurück ins Hotel. Es war ein anstrengender Tag und den Schlaf konnten alle gut gebrauchen.

Sonnabend, der 10.06.06

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3 Tag Tour 2006

Sonnabend, der 10.06.06. Ein Tag wie die vorangegangenen. Sonne und Wärme. Nach wieder einem guten Frühstück begann die 3. Etappe um 09.00 Uhr. Es ging linksseitig elbabwärts über Storkau, Arneburg nach Sandau zur Elbfähre. Hier sollte die Elbe überquert werden. Ralf und ich waren aber schon mit den Fahrzeugen der Elbe am rechten Ufer von Tangermünde aus gefolgt, nachdem wir noch bei Lid´l in Tangermünde eingekauft hatten. Den Fährverkehr und das gegenüberliegende Ufer konnten wir gut beobachten. Nach einer Unterhaltung per Handy über den Standort der Radler gab ich den Tipp, sich etwas zu beeilen, denn dann würden sie noch die Fähre, die gerade von unserem Ufer abgelegt hatte, erreichen. Dieses hat die Sechserbande wörtlich genommen und mit einem 35er Schnitt das linke Fährufer erreicht. Doch die Fähre war da schon wieder in unsere Richtung abgefahren. Als sie in Elbmitte war, kamen die Radler an. Später stellte sich heraus, dass es ein Übermittlungsdefizit gegeben hatte. Auf die Frage von mir: "Wie weit seid Ihr noch von der Fähre entfernt?" antwortete Thorsten: "6 Km!" Ich verstand 1 Km. Und somit habe ich sie zur Jagd auf die Fähre angefeuert, denn 1 Km wäre zu schaffen gewesen. Aber trotzdem, für diese von den Rennradfahrern eingebrachte Leistung vergebe ich noch heute 10 Spurtpunkte. Aber auch die Wartezeit von 11.10 – 11.30 Uhr dürfte da auch als Verschnaufpause zu werten sein. Zur Rast fuhren wir weiter nach Havelberg, wo wir auf einem Parkplatz, direkt an der Havel unsere eingekauften Schätze, u.a. Kuchen, ausbreiteten. Diese Pause dauerte genau 30 Min. von 11.40 – 12.10 Uhr. Danach fuhren Ralf und ich weiter nach Rühstedt, in das Storchendorf. Hier wollten wir uns wieder treffen. Die Radler fuhren wieder auf die linke Elbseite bei Räbe und nach ca. 10 Km wieder auf die rechte Elbseite bei Werben. Zweimal Fähre.

Rechts der Elbe sollte es über Quitzöbel, Legde und Abbendorf nach Rühstedt gehen. Doch hier war die Fahrt wohl schneller als der Vorausblick, denn an der Kreuzung in Legde bog die Gruppe nicht nach links ab (auch als Elberadweg ausgeschildert), sondern fuhr geradeaus in Richtung Bad Wilsnack. Erst hier bogen sie links ab und fuhren über Groß Lübben und Klein Lübben und dann noch Bälow nach Rühstedt. Ralf und ich waren verwundert, als die 6 aus der genau entgegengesetzten Richtung kamen. Somit hatten unsere Freunde sich einen Umweg von ca. 20 Km herausgefahren.

Die Ankunft im Landgasthaus „Storchenkrug“ in Rühstedt war um 14.20 Uhr. Nach Einnahme einiger Spezialitäten des Hauses ging es um 15.00 Uhr weiter. Benno stieg zu Ralf ins Auto, sein Fahrrad kam aufs Dach. Die restlichen 5 Radler mussten nun zurück über Bälow und Hinzdorf nach Wittenberge. Hier überquerten sie neben den Bahngleisen die Elbe und über Losenrade, Wahrenberg, Wanzer, Aulosen, Bömenzien, Gummen ging die Fahrt nach Gartow, unserem 3. Etappenziel. Ralf und ich hatten das Gepäck gerade auf die Zimmer geschafft, als die Truppe auch schon in dem gut geführten Hotel (Garni) „Seeblick“, Hauptstraße 36, um 17.00 Uhr, eintraf.

Die 3. Tagesetappe betrug 140 Km. (Eingerechnet 20 Km Umweg).

Tageskilometer der Fahrzeuge = 126 bzw. 127!

Essen und Trinken im nahe gelegenen Restaurant „Seeterrassen“. Es war eine lustige Runde bei gutem Essen und einigen Bierchen bzw. Saft oder Schorle oder, oder? Fußball war wieder angesagt und die Kommentare brauchte der Fernsehkommentator nicht zu geben. Unter uns war fachkundiges Zuschauerpotenzial. Während des Fernsehens wurde auch gegessen. Natürlich wieder überwiegend Bauernfrühstück. Und wer hatte den größten Hunger? Ihr wisst es oder ahnt es bereits, natürlich, es war unser Andy Kegel. Sein Bauernfrühstück hatte er aufgegessen, aber sein Magen muß noch leer gewesen sein, denn als er an den Wirt die Frage nach einem weiteren Essen stellte, fragte dieser, ob es nicht geschmeckt hätte. Doch, doch, sagte Andy, aber ich habe noch Hunger. Daraufhin wurde ein zweites Bauernfrühstück bestellt, welches er sich dann mit Thorsten teilte, denn auch er verspürte jetzt noch einen kleinen Hunger. Zwei Teller mussten her und beide aßen die für „Holzfäller“ angerichtete 2. Mahlzeit. Dann kam der Wirt und fragte nach dem Sättigungsgehalt. Och ´ sagte Andy, etwas könnte ich noch essen. Und jetzt kam der Hammer. Der Koch hatte noch Kesselgulasch. Ja, auch diesen Rest können wir noch essen. Bestimmt waren noch 2 Liter in der Terrine. Und auch dieses Gulasch, gut angereichert mit Kartoffeln, wurde bis zum letzten Rest vernichtet. Nur einer bekam noch eine kleine Kelle Gulasch von Andy ab. War es Benno? Und Andy hat in der Nacht auch noch gut geschlafen, so berichtete er am nächsten Morgen.

Eine ganz kleine Aufmerksamkeit widmeten wir am Abend auch den Mücken.

Gegen 22.30 Uhr haben wir, Ralf und ich, uns von den Radlern verabschiedet und die Hotelbetten aufgesucht. Ob die Jungs den Weg dann auch gleich nach Hause gefunden haben, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Unsere Hotelzimmer mit Garten- und Seeblick waren die schönsten auf der Tour. Das Frühstück am Sonntagmorgen war perfekt. Auf dem Tisch stand das Schild „Gruppe Mansfeldt“. Alle fanden wir an dem liebevoll gedeckten Tisch unseren Platz. Am Büfett gab es alles, was einem Radwanderer gefallen kann. Knusprige Brötchen, Brot, etliche Marmeladen, Wurst, Käse, Eier und Rühreier mit Speck, Müsli und Joghurt sowie verschiedene Säfte und Obst. Und alles blitzblank sauber. Hierher würde sich auch ein kurzer Wochenendausflug lohnen, zumal auch im Ort ein Fahrradverleih ansässig ist.

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