die mit dem Fahrrad fahren

  • Full Screen
  • Wide Screen
  • Narrow Screen
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
  • HomeStartseite
  • NewsAktuelles
  • Rad ForumThemen Beiträge
  • TeamWir über uns
  • Photo GalerieRadtour Bilder

    Galerie Inhalt

  • KontakteMail, Mailbox
  • Suchedifferenziert
Fehler
  • Fehler beim Laden des Feeds!
  • Fehler beim Laden des Feeds!

Geschichten 2004

Wilhelm und Frau

E-Mail Drucken

7.Juni 2004 kamen wir Fünf (4 Radler, 1 Begleiter), gegen 17.00 Uhr, in Hain/Laufach bei Aschaffenburg an. Erwartet hatten uns Verwandte von Detlef, die hier im Ort ein eigenes Haus bewohnen. Alles war von dem Hausherrn Wilhelm und seiner Frau bis ins Kleinste organisiert. Im Rückblick waren wir uns alle einig – so etwas hatten wir noch nicht erlebt! Ein liebenswertes Ehepaar.Aber der Reihe nach:

Im Haus waren für uns Schlafmöglichkeiten geschaffen worden. Jeder hatte seinen eigenen Raum und sein eigenes, frisch bezogenes Bett. Daneben einen Beistelltisch auf dem eine Flasche Mineralwasser mit einem Trinkglas standen. Und damit man in der Nacht nicht vorbeigriff hatte man auch für die entsprechende Beleuchtung gesorgt. Auch die abgelegte Bekleidung konnte man ordentlich über bereitgestellte Ablagen deponieren. Das Bier, inklusive Weizenbier, welches wir trinken wollten, konnte man bei den Gastgebern „bestellen“. Wir genossen es, nach der langen Autofahrt so entspannt ein Bier in herrlicher Umgebung mit netten Leuten zu genießen. Für unsere Fahrräder und Zubehör war Platz in der Garage geschaffen worden. Und für die Strapazen des nächsten Tages gab es dann noch Spaghetti u. Schnitzel.

Nach einem ausreichenden Schlaf versammelten wir uns am anderen Morgen an einem großen Frühstückstisch, der „Funktionsecken“ hatte. Gedeckt war für sieben Personen. An allen vier Ecken des Tisches hatten unsere Gastgeber das gleiche hingestellt. Somit standen dort vier Butterglocken, vier Brot- bzw. Brötchenkörbe, viermal Aufschnitt, Marmelade, Käse usw. Das war Spitze! Und geschmeckt hat es vorzüglich

Wilhelm hatte seinen Auftritt. Er ist ein Perfektionist in allen Lagen (siehe auch vorstehend). Das Rentenalter gibt ihm wahrscheinlich die Zeit, um Strategien zu entwickeln. Er übergab und erklärte uns gleichzeitig das „Reglement für die Deutschlandtour 2004“. Da war von der 1. bis zur 4.Etappe alles enthalten, wie z.B. Zeitüber- bzw. Unterschreitungen, Reifenpannen, Ausfall eines Fahrers, Bergwertungen u.ä. In dem dreiseitigen DIN A4-Papier hatte er an alles gedacht. Weigerte sich ein Fahrradmechaniker neue Speichen in ein Hinterrad einzuziehen, dann machte er es eben in einem Hotelzimmer selber. Getränke mussten für die Radler die richtige Mischung haben. Es wurden Getränke gekauft, auf dem Parkplatz gemischt und das Leergut sofort wieder zurückgegeben. Er kaufte das ein, was Radprofis brauchten. Er versorgte kleine Wunden und bog die Schaltung wieder zurecht. Für das Hinterrad seines Rades hatte er einen Ersatzmantel mit einem anderen Profil im Gepäck, denn später musste er sein Gepäck selber transportieren. Er achtete darauf, dass der Fahrer des Begleitfahrzeugs nicht mit dem auf dem Dach beförderten Rad unter einer Brücke hängen blieb und er sorgte mit dafür, dass durchnässte Radler eine adäquate Unterkunft zum Heuhotel bekamen.

Eine Beschreibung über einen Mann der alles bis ins Detail geplant hatte.

Wilhelm geplant bis ins Deteil

Die Tücken eines Autodachgepäckträgers

E-Mail Drucken

Alle Sinne beisammen haben, das hatte Wilhelm in Rothenburg an der Fulda. Wilhelm hatte bei mir im Begleitfahrzeug Platz genommen und sein eigenes Rad beförderten wir auf dem Dach unseres VW-Passat. Unter einer Straßenbrücke an der Fulda wollten wir auf dem dortigen Parkplatz für die Radler den „Tisch decken“. Nur dazu wäre es fast nicht gekommen, denn ich steuerte den unter der Brücke gelegenen Parkplatz an und beachtete nicht die geringe Höhe der Brückenüberführung. Als Wilhelm dann plötzlich HALT! rief, da wurde mir klar, dass das Rad auf dem Dach nicht mehr unter die Brücke passen würde. Gut, dass es Wilhelm gab, denn sonst wäre ein Schaden am PKW und Fahrrad unübersehbar gewesen.

Die Brücke an der Fulda bei Rothenburg

Benno und die Brücke

Das gebuchte Heuhotel

E-Mail Drucken

Für unsere zweite Übernachtung war von Detlef in Volkmarshausen auf einem Bauernhof ein Heuhotel gebucht worden. Nur Wilhelm hatte sich vorher anders entschieden und ein Zimmer bestellt. Alle waren wir schon bei der Vorbereitung der Fahrt auf dieses Heuhotel gespannt, denn keiner von uns hat je im Heu geschlafen. Wilhelm und ich waren schon voraus gefahren und wir warteten am Etappenziel, als der Regen auch uns erreichte. Nachdem die 4 Radfahrer dann gegen 17.00 Uhr eintrafen, waren sie in der letzten halben Stunde klitschnass geworden. Das Wasser lief ihnen aus den Schuhen. Wilhelm hatte schon vorher sein Zimmer bezogen und mir das zweite Bett angeboten, welches ich mit Zustimmung der Vermieterin dankbar annahm. Somit hatten die Radfahrer in dem umgebauten Kuhstall reichlich Platz zum Schlafen. Nach der Besichtigung des Schlafplatzes gab es kritische Blicke. Alle waren total durchnässt und durchgefroren. Für die Ablage der Sachen dienten Nischen in den alten Kuhstallfenstern und einige Bügel hingen an zwei rollbaren Kleiderständern. Das Heu war in den Hochlagen sehr gut aufgeschichtet und wäre bei anderen Temperaturen wahrscheinlich auch gut für einen Schlaf gewesen, doch unter den genannten Umständen gab es gegen diese Unterbringung lautstarken Protest. Auch nachdem man die Dusche in Augenschein genommen hatte, sie befand sich im Anbau des „Kuhstalls“ und war mit einer Westerntür versehen, lehnten alle diese Unterbringung ab. Uns gelang dann bei der Bäuerin die Anmietung weiterer Doppelzimmer mit Dusche, denn auch sie hatte Verständnis für die „geschundenen“ Radfahrer. Zur Ehre dieses Bauernhofes sei noch erwähnt, dass alle gut untergebracht und mit einem hervorragenden Frühstück belohnt wurden.

Das Heuhotel was wir nach dem Gewitter nicht mehr wollten.

Heuhotel

Menschen, die gastfreundlich sind

E-Mail Drucken

Es war am Ortseingang von Nienburg/Weser. Für einen Pausenstopp hatte ich den Parkplatz vor einer Feuerwehrwache ausgemacht und war gerade dabei Lebensmittel und Getränke aus dem PKW zu holen. Da erschien eine Frau im mittleren Alter auf einem Fahrrad und fragte nach meinem Tun. Während meiner Erklärung erschienen die vier Radfahrer. Da erklärte uns die nette Dame, dass sie gleich in der Nähe ein Gartenhäuschen hätte und wir dort gerne unsere Pause machen könnten. Das Angebot nahmen wir sofort an. Unsere Lebensmittel und Getränke schafften wir dort hin. Es waren noch keine 60m vom Standplatz entfernt. In ihrem Garten deckte sie uns den Tisch, stellte noch Geschirr zur Verfügung und belieferte uns noch mit frisch geernteten Erdbeeren aus ihrem Garten. Was hatten wir für ein Luxusleben. Als sie dann noch Einigen von uns die Gelegenheit zur Benutzung ihres „Plumpsklos“ gab, waren wir uns einig, der Frau gebührt ein ganz herzliches Dankeschön, welches sie auch bekam. Doch vergessen haben wir, nach ihrem Namen zu fragen, schade!

Gastfreundschaft
 

ARD Radsport

 

Vattenfall Cyclassics

 

Skoda Velothon Berlin

Sie sind hier: Tour 2004 Geschichten 2004